Tool für flexible Serienfertigung auch nach Scannervorgabe

Programmiergerät für I2C- und SPI-Hardware

Der AnaGate Universal Programmer eignet sich für den 24-Stunden-Einsatz in der Fertigung ebenso wie für Testaufbauten im Entwicklungslabor. Bild: Analytica GmbH

In der modernen Großserienfertigung von Geräten wie z.B. Weißer Ware, also Haushaltsgeräten, Waschmaschinen, Herden etc. werden häufig programmierbare Steuerungsbausteine verwendet. Scanner identifizieren dort beispielsweise die Produkte und Programmiergeräte müssen dann flexibel genug sein, die richtige Software innerhalb kürzester Zeit automatisch aufzuspielen. Eine neue Lösung verbessert die Auslastung der Produktionslinien bei Groß- ebenso wie bei Kleinserien.

Die Analytica GmbH aus Karlsruhe hat ihren AnaGate Universal Programmer den Marktanforderungen entsprechend weiterentwickelt und erreicht jetzt Bestleistungen bei Flexibilität und Programmiergeschwindigkeit. Das System, bestehend aus einer Hardware und verschiedenen Softwareprogrammen, wird über TCP/IP angeschlossen. Der Vorteil dieser Schnittstelle: Sie ist schnell und vor allem flexibel und, da jedes Image neu auf das Gerät geschrieben wird, ideal für die moderne Fertigung auf Abruf. Außerdem sind keine zusätzlichen Gerätetreiber notwendig, da das Gerät über LAN oder WLAN eingebunden wird.

Flexibilität ist das Ziel

Um den Anforderungen der modernen Fertigung auf Abruf gerecht zu werden, wurde der AnaGate Universal Programmer so ausgelegt, dass er sowohl auf SPI sowie I2C Bausteine zugreifen kann. Er eignet sich für den 24-Stunden-Einsatz in der Fertigung ebenso wie für Testaufbauten im Entwicklungslabor und erlaubt je nach Anwenderwunsch den Zugriff sowohl isoliert auf einzelne Bausteine als auch auf bestückte Platinen. Grundsätzlich können dabei wahlfreie Bausteine verwendet werden, wie sie häufig für die Programmierung von seriellen I2C/SPI-EEPROMs und SPI-Flash-Bausteinen üblich sind. Über die JTAG-Schnittstelle (OpenOCD) können auch Flash-Bausteine (NOR/NAND/CPUs) programmiert oder auch CPUs debuggt werden.

Die Weiterentwicklung bringt Verbesserungen besonders für SPI, durch Ausnutzen der maximalen Paketgröße von TCP-Frames. Die neue Lösung braucht jetzt nur noch ein TCP-Paket um bis zu 15 Schreibzyklen zum Gerät zu senden. Eine kostenlose, batchfähige Software für Windows und Linux zur Speicherbausteinprogrammierung, in der die einzelnen Algorithmen hinterlegt sind, ergänzt die Hardware. Bei nicht unterstützten Bausteinen ist die Implementierung neuer Algorithmen für SPI möglich. Standardmäßig erlaubt die Software den Zugriff auf alle gängigen I2C-EEPROM-Bausteine. Alle Zugriffs-Befehle für EEPROMs sind vollständig abgebildet und können über die Programmiersoftware abgerufen werden.

In Zahlen

Das Tischgehäuse des AnaGate misst 155 x 105 x 40 mm und ist mit einem Adapter auch auf Hutschienen montierbar. Bild: Analytica GmbH

Das Tischgehäuse des AnaGate misst 155 x 105 x 40 mm

Das Tischgehäuse des AnaGate misst 155 x 105 x 40 mm und ist mit einem Adapter auch auf Hutschienen montierbar. Die Versorgungsspannung darf im Bereich von 9 bis 28 VDC liegen (bei 350 mA), die Einsatztemperatur beträgt 0 bis 60 °C. Die integrierte I2C-Schnittstelle unterstützt „I2C Fast Mode Plus“, also Taktraten bis 1 MHz sowie I2C Read und Write Befehle für sämtliche I2C-Devices im 7- und 10-Bit-Format. Einstellbare Baudraten (50, 100, 200, 400 und 1000 kbit/s) sowie galvanisch getrennte SCL/SDA-Leitungen erlauben die optimale Anpassung an die Anwendung. Die SPI-Schnittstelle bietet ebenfalls individuell einstellbare Baudraten von 200 bis 10000 kbit/s, unterstützt sämtliche SPI-Devices und arbeitet mit galvanisch getrennten CLK/MISO/MOSI/CS Leitungen. Auch die JTAG-Schnittstelle verwendet galvanisch getrennte -TRST, -SRST, -TDI, TMD, TCK und TDO Leitungen. Die einstellbare Geschwindigkeit beträgt 10 bis 8333 kbit/s. Sie unterstützt die Standard JTAG-Schnittstelle, um Flash Bausteine zu programmieren bzw. JTAG-fähige CPUs zu debuggen. Das Gerät bietet außerdem je vier digitale Ein/Ausgänge, galvanisch getrennt (3,3 bis 24V), und eine LAN-Schnittstelle mit 10/100 Mbps.

Über Analytica
Die 1996 gegründete Analytica GmbH, Karlsruhe, ist ein innovatives und unabhängiges Software- und Systemhaus, das in vielen Bereichen der Informationstechnologie Lösungen und Dienstleistungen anbietet. Spezialisiert auf vernetzte PC- und UNIX-Rechnersysteme bieten die Karlsruher Entwicklung spezifischer Hardware-Lösungen sowie Beratung, Schulung und Projektservice für professionelle Software- und IT-Projekte. Das Angebotsspektrum umfasst alle Phasen der Projektabwicklung beim Kunden, von der Konzepterstellung über die Entwicklung bis hin zur Systemeinführung und Systemoptimierung. Darüber hinaus bietet die Analytica GmbH Kompetenz und Know-how in den Bereichen Hard- und Softwareentwicklung. Gemeinsam mit dem Kunden werden maßgeschneiderte mikrocontroller- und mikroprozessorgesteuerte Baugruppen für die Mess-, Steuerungs- und Kommunikationstechnik erarbeitet. Nach der Hardwareentwicklung kann Analytica auch die Produktion und Prüfung der Baugruppen übernehmen. Dank hoher Flexibilität und kurzer Entscheidungswege in einer flachen Hierarchie ist stets eine schnelle Reaktion auf Kundenwünsche möglich und damit ein reibungsloser Projektablauf.

Alle Bilder: Analytica

Axel Schmidt

Geschäftsführer bei der Analytica GmbH

Andreas Zeiff

Andreas Zeiff

Studium des Chemie-Ingenieurwesens und der Chemie, Beschäftigung mit Elektronik, berufliche Tätigkeit im Maschinenbau, seit Ende 1998 journalistisch tätig für das Redaktionsbüro Stutensee.

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