Ladungssicherheit geht jeden an: Verlader, Fahrer und Fahrzeughalter

Professionelles Arbeitsgerät für einen sicheren Transport

Untergelegte Antirutschmatten aus Gummi plus Niederzurrgurten erlauben den schnellen Wechsel. Bild: CEMO

Zeit ist Geld und gerade im Verkehrswesen drängen oft Termine, trotzdem oder gerade deswegen ist die Ladungssicherheit eine zentrale Forderung an alle Beteiligten. Sie liegt im Eigeninteresse jedes Beteiligten, nicht nur weil es gesetzliche Vorschriften gibt und empfindliche Strafen bei Nichteinhaltung, sondern weil auch die schnellste Ladezeit nichts taugt, wenn mangels Sicherung Güter nicht unversehrt am Zielort ankommen. Gesetzgeber und Berufsgenossenschaften haben zu diesem Zweck umfangreiche Richtlinien und Vorschriften erlassen, die alle zu beachten in der Praxis oft schwierig wird. Einfacher wird die Sache, wenn man auf professionelles Equipment zurückgreifen kann. Ob schwerer Wasserbehälter, kleine mobile Tankstation oder schlicht eine Werkzeugkiste für Kleinteile, durchdachte Produkte vereinfachen die Ladungssicherheit enorm und sparen Nerven, Zeit und Geld.

In der CEMbox sind kleinere Transportgüter sicher aufgehoben und gleichzeitig vor Umwelteinflüssen geschützt. Bild: CEMO

In der CEMbox sind kleinere Transportgüter sicher aufgehoben und gleichzeitig vor Umwelteinflüssen geschützt.

Just in Time, hohe Maschinenausnutzung, effizientes Arbeiten, solche Schlagworte hört man häufig, egal ob auf dem Bau, im Forst oder bei Landwirtschaft und Kommunen. Oft werden daher Fahrzeuge universell eingesetzt und müssen heute Wasser fahren, morgen Treibstoff transportieren und zwischendurch noch Kleinwerkzeug für die Arbeitskolonne abliefern. Hierfür gibt es Problemlöser, die das Einhalten der gesetzlichen Vorschriften im Praxisalltag deutlich erleichtern und so für Sicherheit bei allen Beteiligten sorgen.

Viele tragen Verantwortung

Als fest installierte Lösung bietet die Fahrzeugbox sozusagen einen Kofferraum für den Pritschenwagen. Bild: CEMO

Als fest installierte Lösung bietet die Fahrzeugbox sozusagen einen Kofferraum für den Pritschenwagen.

Ladungssicherheit geht viele an. Nicht nur der Fahrer wird im Fall der Fälle belangt, sondern auch vordergründig nicht direkt Beteiligte. Nach deutschem Recht werden nämlich dem Verlader bzw. Absender, dem Frachtführer und Fahrer sowie dem Fahrzeughalter bestimmte Verantwortungen im Bereich der Ladungssicherung zugewiesen. Dabei gilt es dann noch zu unterscheiden zwischen der zivilrechtlichen und der öffentlich-rechtlichen Verantwortung.

Die klassischen GFK Oval-Fässer fassen 600 bis 10.000 l. Bild: Cemo

Die klassischen GFK Oval-Fässer fassen 600 bis 10.000 l.

Erstere umfasst die beförderungssichere Verladung, betrifft also Verlader und Absender. Sie haben das Gut so auf der Ladefläche zu verstauen, dass es durch die Einflüsse der Fahrt wie Stoß und Bremsen nicht umkippen, herabfallen oder sich verschieben kann. Die betriebssichere Verladung durch den Frachtführer bezieht sich darauf, ein geeignetes Fahrzeug zu stellen (mit Zurrösen bzw. -punkten und Anschlagmitteln) und dafür zu sorgen, dass Betriebssicherheit und Fahrzeugfunktion nicht durch die Ladung beeinträchtigt werden. Dazu gehört auch das Einhalten der Abmessungen, Achslasten oder Ladungsverteilungsplan.

Kofferfässer von 300 bis 15.500l nutzen die Ladefläche besser aus. Bild: CEMO

Kofferfässer von 300 bis 15.500 l nutzen die Ladefläche besser aus.

Die öffentlich-rechtliche Verantwortung bedeutet kurz gesagt: Wer sich der öffentlichen Verantwortung im Straßenverkehr nicht stellen will und der Verpflichtung zur Ladungssicherung nicht nachkommt, kann mit Bußgeldern oder Einträgen im Verkehrs- und Gewerbezentralregister bestraft werden. Wird dabei fahrlässig oder gar vorsätzlich gehandelt, also bei Missachtung der einschlägigen Regeln, können auch Strafverfahren eingeleitet werden. Das gilt für alle Beteiligten, also Verlader/Absender, Frachtführer, Fahrzeugführer und Fahrzeughalter. So kann es vorkommen, dass u.U. ein Geschäftsführer Punkte in Flensburg und eventuell ein Fahrverbot bekommt, weil er für den nicht ordnungsgemäßen Zustand der Fahrzeuge verantwortlich gemacht wird. Eine eigene „Teilnahme am Straßenverkehr“ ist dabei nicht erforderlich. Aus diesen Gründen sollte jeder Beteiligte die zu beachtenden Bestimmungen kennen und die daraus resultierenden Sicherungsmaßnahmen befolgen. Die richtige Ausrüstung erlaubt dies bei möglichst geringem Aufwand.

Kompakte Sicherheitslösungen

Kleinere Kasten-Behälter lassen sich auch durch untergelegte Antirutschmatten aus Gummi plus Niederzurrgurten sichern. Bild: CEMO

Kleinere Kasten-Behälter lassen sich auch durch untergelegte Antirutschmatten aus Gummi plus Niederzurrgurten sichern.

Vor jeder Reisewelle wird gewarnt, keine losen Gepäckstücke im Familienwagen mitzuführen. Taschen, Stangen, Flaschen werden beim Auffahrunfall sonst zu Geschossen. Das gilt natürlich auch für gewerbliche Transporte. Im Gegensatz zum Privatfahrzeug gibt es hier aber für kleinere Werkzeuge oder Material und Hilfsmittel gleich mehrere sichere Stauvarianten. In der CEMObox sind kleinere Transportgüter sicher aufgehoben und gleichzeitig vor Umwelteinflüssen geschützt. In der 750-l-Variante mit seitlicher Entnahmetür kann so z.B. Werkzeug bequem entnommen werden. Eine optionale Pritschenbefestigung und Anti-Rutschmatten helfen die Box sicher zu verstauen. Zusatznutzen bieten die Boxen in Trolley-Ausführung mit stabilen Rädern oder mit Kranösen. Sie erlauben den schnellen Transport zum Einsatzort. Allen gemein sind integrierte Zurrpunkte für die schnelle und sichere Befestigung am Fahrzeug. Als fest installierte Lösung bietet die Fahrzeugbox sozusagen einen Kofferraum für den Pritschenwagen. Eine robuste Pritschenbefestigung erfüllt alle Vorschriften für die Ladungssicherung; die stabile Kiste mit abschließbarem Deckel hält den Inhalt sicher umschlossen und geschützt.

Flüssigkeitstransporte effektiv gesichert

Fahrzeugspezifische Fässer machen den sicheren Tankwechsel noch einfacher. Bild: CEMO

Fahrzeugspezifische Fässer machen den sicheren Tankwechsel noch einfacher.

Müssen statt Kleinteilen größere Mengen Flüssigkeit transportiert werden, so sind Aufsatzbehälter das Mittel der Wahl, um den Pritschenwagen oder Anhänger möglichst flexibel nutzen zu können. Da Wasser je Kubikmeter eine Tonne wiegt, kommt schnell eine erhebliche träge Masse zusammen und damit hohe Kräfte bei Verzögerung oder Kurvenfahrt. Die klassischen ovalen GFK-Fässer für 600 bis 10.000 l oder Kofferfässer für 300 bis 15.500 l sind daher auf Wunsch mit Schwallwänden ausgerüstet, um die Dynamik schwappenden Wassers zu bremsen.

Untergelegte Antirutschmatten aus Gummi plus Niederzurrgurten erlauben den schnellen Wechsel. Bild: CEMO

Untergelegte Antirutschmatten aus Gummi plus Niederzurrgurten erlauben den schnellen Wechsel.

Beste Sicherung ist eine formschlüssige Ladung, indem z.B. das Wasserfass direkt an der vorderen Laderaumbegrenzung ansteht. So kann die Ladung beim Bremsen nicht verrutschen und durch die Bewegung zusätzliche Energie aufbauen. Die Fässer und Koffer sind dazu mit überstehenden, fest eingebauten Holz- oder Auflagekufen aus Stahl versehen.

Für den sicheren Transport zum direkten Verbrauch bietet die DT-Mobil Easy enorme Vorteile gegenüber klassischen Kanistern. Bild: CEMO

Für den sicheren Transport zum direkten Verbrauch bietet die DT-Mobil Easy enorme Vorteile gegenüber klassischen Kanistern.
Bild: CEMO

Mittlere Mengen von 600 bis 2000 l lassen sich auch in kofferförmigen PE-Fässern transportieren. In diesem Fall erleichtern eingearbeitete Befestigungsflansche die Montage auf der Fahrzeugpritsche. Kleinere Kasten-Behälter von 125 bis 600 l lassen sich auch durch untergelegte Antirutschmatten aus Gummi plus Niederzurrgurten sichern. Handgriffe und Laschen für Spanngurte erlauben den schnellen Wechsel. Fahrzeugspezifische Fässer für Unimog, Multicar und Pfau ergänzen die Universalausführungen und machen den sicheren Tankwechsel noch einfacher.

Gefährliche Güter sicher bewegen

Die Trolleyvariante mit breiten Rädern für kleinere Mengen ist ebenfalls mit den praktischen Zurrgurtvertiefungen versehen. Bild: CEMO

Die Trolleyvariante mit breiten Rädern für kleinere Mengen ist ebenfalls mit den praktischen Zurrgurtvertiefungen versehen.

Kleinere, mobile Tankanlagen sparen beim Einsatz von Motorgeräten weitab von Tankstellen bares Geld. Für den sicheren Transport zum direkten Verbrauch bietet die DT-Mobil Easy enorme Vorteile gegenüber klassischen Kanistern oder sperrigen und schlecht festzulegenden Fässern. Die ADR-zugelassenen Behälter aus leichtem PE-Kunststoff sind mit integrierten Vertiefungen (200 l) bzw. Ösen (460 und 600 l) für die Befestigung mit Ratschen-Zurrgurten ausgestattet. So ist die Ladung schnell und ohne Aufwand ausreichend gesichert.

Der KS-Mobil easy gestattet 120 bzw 190 l Benzin zur Einsatzstelle zu fahren. Bild: CEMO

Der KS-Mobil easy gestattet 120 bzw 190 l Benzin zur Einsatzstelle zu fahren.

Die Trolleyvariante mit breiten Rädern für kleinere Mengen ist ebenfalls mit den praktischen Zurrgurtvertiefungen versehen. Soll statt Diesel Benzin transportiert werden, erlauben entsprechende Tankanlagen ebenso eine sichere Verladung. Der KS-Mobil easy gestattet 120 bzw 190 l Benzin zur Einsatzstelle zu fahren, der Kraftstofftrolley je nach Ausführung 53 bis 95 l. Alle Varianten sind mit den praktischen Zurrgurtvertiefungen ausgestattet, sodass sich die relativ geringen Massen der mobilen Tankanlagen schnell und sicher durch Gurte festlegen lassen.

Blue-Mobil Easy erlaubt 125 bis 430 l AdBlue schnell und vor allem sicher zu verladen. Bild: CEMO

Blue-Mobil Easy erlaubt 125 bis 430 l AdBlue schnell und vor allem sicher zu verladen.

Selbst für Harnstoffadditiv gibt es nun die praktischen Vororthelfer. Auch sie basieren auf dem von Diesel und Benzin her bekannten und tausendfach bewährten MobilEasy Prinzip. Als Blue-Mobil Easy erlauben sie 125 bis 600 l AdBlue schnell und vor allem sicher zu verladen und vor Ort zu bringen. Ob Kleinteile, größere Wassermengen oder das Gefahrgut Treibstoff, in allen Fällen erlaubt eine professionelle Transportlösung die schnelle Ladungssicherung. Gleichzeitig sind alle Beteiligten rechtlich auf der sicheren Seite und sparen zudem noch Zeit und Kosten gegenüber improvisierten Transportlösungen ein. Dadurch rechnet sich der Einsatz der praktischen Helfer schnell und die zusätzliche Sicherheit kann als willkommener Zusatznutzen angesehen werden.

 

Über CEMO
Als Hersteller von GFK-Produkten und Komplettanbieter von Problemlösungen in den Bereichen Lagern, Verteilen und sicher Handhaben bietet CEMO große Produktpaletten für viele Branchen. Weitere Dienstleistungen, wie beispielsweise die CEMO-Akademie und Beratungen ergänzen das praxisbezogene Portfolio. Der Pionier auf dem Gebiet der modernen Transport- und Lagerbehältertechnik und Deutschlands Marktführer von gesetzeskonformen Komplettsystemen für Eigenverbrauchstankstellen bietet daneben auch professionelle Lösungen zur Lagerung von wassergefährdenden Stoffen. Ein weiteres Standbein des Unternehmens sind Heizöltanks mit 72-Stunden-Lieferservice zum Kunden, Winterdienstequipment wie Streugutbehälter und Streuwagen sowie traditionelle Transport- und Lagerbehälter für Bau- und Landwirtschaft.

Alle Bilder: CEMO

Andreas Zeiff

Andreas Zeiff

Studium des Chemie-Ingenieurwesens und der Chemie, Beschäftigung mit Elektronik, berufliche Tätigkeit im Maschinenbau, seit Ende 1998 journalistisch tätig für das Redaktionsbüro Stutensee.

Dietrich Homburg

Dietrich Homburg

Dietrich Homburg gründete 1980 das Redaktionsbüro Stutensee, um kleinen und mittelständischen Unternehmen aus dem Bereich der Automatisierungstechnik eine Möglichkeit zu bieten, professionell in der Fachpresse aufzutreten.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.